<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.2.1" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Kommentare zu: Lesung mit Hans Dieter Schreeb (Matiné)</title>
	<link>http://aufregend-gold.com/2009/02/01/lesung-mit-hans-dieter-schreeb-matine/</link>
	<description>Blog &#124; Journal</description>
	<pubDate>Sun, 20 May 2012 07:58:22 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2.1</generator>

	<item>
		<title>Von: Patricia Esser-Föhre</title>
		<link>http://aufregend-gold.com/2009/02/01/lesung-mit-hans-dieter-schreeb-matine/#comment-4</link>
		<author>Patricia Esser-Föhre</author>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 14:02:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://aufregend-gold.com/2009/02/01/lesung-mit-hans-dieter-schreeb-matine/#comment-4</guid>
		<description>Von der Rheingauerin Lisa und dem Raubgold der Nazis 
Hans Dieter Schreeb liest aus den ersten Kapiteln seines neuen Romans 




Ein Ring verbindet: Goldschmiedemeisterin Patricia Esser-Föhre und Tagblatt-Autor Hans Dieter Schreeb präsentierten sich gegenseitig ihre neuesten Kunstwerke. Foto: wita/Paul Müller
  
Vom 02.02.2009

WIESBADEN. Eine ungewöhnliche Lesung an einem ungewöhnlichen Ort stand auf dem Veranstaltungsprogramm "Winterlust" der SPD: Hans Dieter Schreeb, Schriftsteller und Kulturpreisträger 2005 der hessischen Landeshauptstadt, las aus einem noch unveröffentlichten Romanmanuskript.  
Von

Angelika Eder

Der Ort passte zum Titel des neuen Romans "Im Schatten des Goldes". Schreeb las nämlich inmitten der Schätze der Goldschmiedemeisterin Patricia Esser-Föhre, deren Räumlichkeiten in der Oberen Webergasse, wie Stadtrat Wolfgang Herber vor der Lesung unter Zustimmung aller Anwesenden betonte, "auch Kultur ausstrahlen, ohne dass darin etwas passiert". 

Dort nutzte Tagblatt-Autor Hans Dieter Schreeb seine Zuhörer, "die Treuesten der Treuen als Testpublikum": Er wollte sich von der Wirkung seiner ersten fertiggestellten Kapitel ein Bild machen. Sein neues Werk ist dem Raubgold gewidmet und der zerstörerischen Wirkung des Gutes, das die Nazis ihren Opfern in Auschwitz und anderen osteuropäischen Konzentrationslagern stahlen. Jeder, der sich damals auf die Schnelle bereichern wollte, begab sich in das sogenannte Generalgouvernement, laut Schreeb "aus den Resten des Staates von Polen zusammengezimmert und mit eigenen Gesetzen versehen". Dort kam übrigens auch Oskar Schindler zu dem Geld, mit dem er wiederum Juden rettete.

Das umgeschmolzene Gold gelangte zunächst in die Türkei und später nach Kuba, wo die amerikanische Mafia das Sagen hatte. Den Weg der schmutzigen Geschäfte verfolgte Schreeb mit der ihm eigenen Akribie. So erfuhr der Zuhörer beispielsweise, dass die Türkei nicht nur neben der Schweiz das einzige Land mit freiem Goldhandel war, sondern auch einheimische Nazis beherbergte, deren "Führer" sich mit einem Bärtchen à la Hitler schmückte und die NS-Propagandazeitung "Der Stürmer" in der Landessprache herausgab. Und er erfuhr, dass in der Türkei alle kriegsführenden Mächte, also auch Engländer und Franzosen, ihre Geschäfte machten. 

Die Fakten und Zusammenhänge liefert Schreeb seiner prinzipiellen Intention als Schriftsteller entsprechend nicht als trockene historische Geschichtsdarstellung, sondern verarbeitet sie in einem Roman mit der Protagonistin Lisa Kaminski: Die gebürtige Rheingauerin heiratet einen Nazi, der später in seinem Beruf als Arzt in Sanatorien innerhalb des genannten Generalgouvernements den Herrenmenschen mimt. Am Beispiel der Lisa, einer Frau mit zwei Gesichtern, die, so ihr Schöpfer Schreeb, "nicht nur die zehn Gebote kennt, sondern auch die Selbstsucht, und sich auch außen raushält, obwohl sie weiß, was sich abspielt", soll der Leser nachvollziehen, "wie damals eine ganze Nation über die Runden gekommen ist".

Ein spannendes Thema in Deutschland, in dem die Vergangenheit von vielen bis in die 80er Jahre hinein geleugnet wurde, wie Schreeb nicht zuletzt vom hiesigen Eichberg zu berichten weiß. Ein Thema, mit dem er bei der Veranstaltung die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer gewann, mit dem er sie als Leser jedoch noch mehr fesseln wird: Schreeb ist eben nicht der geborene Vorleser, sondern der geborene Schriftsteller.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Rheingauerin Lisa und dem Raubgold der Nazis<br />
Hans Dieter Schreeb liest aus den ersten Kapiteln seines neuen Romans </p>
<p>Ein Ring verbindet: Goldschmiedemeisterin Patricia Esser-Föhre und Tagblatt-Autor Hans Dieter Schreeb präsentierten sich gegenseitig ihre neuesten Kunstwerke. Foto: wita/Paul Müller</p>
<p>Vom 02.02.2009</p>
<p>WIESBADEN. Eine ungewöhnliche Lesung an einem ungewöhnlichen Ort stand auf dem Veranstaltungsprogramm &#8220;Winterlust&#8221; der SPD: Hans Dieter Schreeb, Schriftsteller und Kulturpreisträger 2005 der hessischen Landeshauptstadt, las aus einem noch unveröffentlichten Romanmanuskript.<br />
Von</p>
<p>Angelika Eder</p>
<p>Der Ort passte zum Titel des neuen Romans &#8220;Im Schatten des Goldes&#8221;. Schreeb las nämlich inmitten der Schätze der Goldschmiedemeisterin Patricia Esser-Föhre, deren Räumlichkeiten in der Oberen Webergasse, wie Stadtrat Wolfgang Herber vor der Lesung unter Zustimmung aller Anwesenden betonte, &#8220;auch Kultur ausstrahlen, ohne dass darin etwas passiert&#8221;. </p>
<p>Dort nutzte Tagblatt-Autor Hans Dieter Schreeb seine Zuhörer, &#8220;die Treuesten der Treuen als Testpublikum&#8221;: Er wollte sich von der Wirkung seiner ersten fertiggestellten Kapitel ein Bild machen. Sein neues Werk ist dem Raubgold gewidmet und der zerstörerischen Wirkung des Gutes, das die Nazis ihren Opfern in Auschwitz und anderen osteuropäischen Konzentrationslagern stahlen. Jeder, der sich damals auf die Schnelle bereichern wollte, begab sich in das sogenannte Generalgouvernement, laut Schreeb &#8220;aus den Resten des Staates von Polen zusammengezimmert und mit eigenen Gesetzen versehen&#8221;. Dort kam übrigens auch Oskar Schindler zu dem Geld, mit dem er wiederum Juden rettete.</p>
<p>Das umgeschmolzene Gold gelangte zunächst in die Türkei und später nach Kuba, wo die amerikanische Mafia das Sagen hatte. Den Weg der schmutzigen Geschäfte verfolgte Schreeb mit der ihm eigenen Akribie. So erfuhr der Zuhörer beispielsweise, dass die Türkei nicht nur neben der Schweiz das einzige Land mit freiem Goldhandel war, sondern auch einheimische Nazis beherbergte, deren &#8220;Führer&#8221; sich mit einem Bärtchen à la Hitler schmückte und die NS-Propagandazeitung &#8220;Der Stürmer&#8221; in der Landessprache herausgab. Und er erfuhr, dass in der Türkei alle kriegsführenden Mächte, also auch Engländer und Franzosen, ihre Geschäfte machten. </p>
<p>Die Fakten und Zusammenhänge liefert Schreeb seiner prinzipiellen Intention als Schriftsteller entsprechend nicht als trockene historische Geschichtsdarstellung, sondern verarbeitet sie in einem Roman mit der Protagonistin Lisa Kaminski: Die gebürtige Rheingauerin heiratet einen Nazi, der später in seinem Beruf als Arzt in Sanatorien innerhalb des genannten Generalgouvernements den Herrenmenschen mimt. Am Beispiel der Lisa, einer Frau mit zwei Gesichtern, die, so ihr Schöpfer Schreeb, &#8220;nicht nur die zehn Gebote kennt, sondern auch die Selbstsucht, und sich auch außen raushält, obwohl sie weiß, was sich abspielt&#8221;, soll der Leser nachvollziehen, &#8220;wie damals eine ganze Nation über die Runden gekommen ist&#8221;.</p>
<p>Ein spannendes Thema in Deutschland, in dem die Vergangenheit von vielen bis in die 80er Jahre hinein geleugnet wurde, wie Schreeb nicht zuletzt vom hiesigen Eichberg zu berichten weiß. Ein Thema, mit dem er bei der Veranstaltung die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer gewann, mit dem er sie als Leser jedoch noch mehr fesseln wird: Schreeb ist eben nicht der geborene Vorleser, sondern der geborene Schriftsteller.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Patricia Esser-Föhre</title>
		<link>http://aufregend-gold.com/2009/02/01/lesung-mit-hans-dieter-schreeb-matine/#comment-3</link>
		<author>Patricia Esser-Föhre</author>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 16:35:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://aufregend-gold.com/2009/02/01/lesung-mit-hans-dieter-schreeb-matine/#comment-3</guid>
		<description>Die folgenden Zeilen füge ich im Auftrag von Herrn Schreeb ein, der uns diese nette Mail geschrieben hat.
&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;&#124;

Liebe Frau Esser-Föhre, liebe Frau Föhre,

vielen Dank für Ihr Mail und die Möglichkeit, dass ich noch etwas zur "Krone am Rhein" sagen darf. Ich hänge einen kurzen Text an, den Sie dort einfügen können. Und herzlichen Dank für die Fotos, auch im Namen 
meiner Schwester.

Sie haben für den "Schatten des Goldes" und meine Heldin Lilo einen schönen Rahmen geboten: der Bericht von Frau Eder hat beides gut beschrieben. Wann immer Sie sich erneut der Mühe unterziehen möchten,Publikum zu sich einzuladen - ich komme gerne. Zum Beispiel, wenn es um 
meinem Roman 'Primadonna' gehen würde, der im letzten Jahr als Taschenbuch erschienen ist. (Mehr darüber unter www.schreeb.com)

Hier ein paar Zeilen zu 'Die Krone am Rhein':

›Die Krone am Rhein‹ – der Titel ist schon der Inhalt: Es geht um das wunderschöne, weltberühmte Hotel ›Krone‹ in Assmannshausen, es geht um den Rhein, der so wichtig ist für Europa und die Weltgeschichte und es geht um den Rheingau, dieser von Gott gesegneten Landschaft. Der 
eigentliche Held dieses Romans ist die Zeit ... In 41 Geschichten werden die letzten fünfhundert Jahre geschildert: Vom Jahre 1541 an (»Das Jahr 
1541nach der Geburt unsere Herrn war sehr heiß und sehr trocken, und der Rhein führte kaum Wasser.«) bis hin zu den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als man sich über den Konsumterror, die Atomrüstung,irregeleitete Studenten und das Baumsterben sorgte und den baldigen 
Weltuntergang voraus sah.
In den mit leichter Hand geschriebenen Episoden begegnet der Leser den berühmten und weniger berühmten Gästen der ›Krone‹, ob sie nun inkognito kamen wie ›Sisi‹, die Kaiserin Elisabeth von Österreich, oder ›mit 
großem Bahnhof‹ wie Kaiser Wilhelm I. In der ›Krone‹ wurden große Künstlerfeste gefeiert und im stillen Kämmerlein verfasste Ferdinand Freiligrath sein revolutionäres ›Glaubensbekenntniß‹. Man erfährt auch 
von den Wirten des Hauses und dem Glück und Unglück des Personals.Schreeb mischt, wie man es von ihm gewohnt ist, Politisches mit Persönlichem und zeichnet so ein Portrait nicht nur des Hotels, sondern der ganzen Region.

Falls Sie auch zu 'Primadonna' etwas einstellen wollen, lassen Sie es 
mich wissen. Es würde mir Freude machen.

Mit besten Grüßen
Ihr
Hans Dieter Schreeb</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgenden Zeilen füge ich im Auftrag von Herrn Schreeb ein, der uns diese nette Mail geschrieben hat.<br />
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||</p>
<p>Liebe Frau Esser-Föhre, liebe Frau Föhre,</p>
<p>vielen Dank für Ihr Mail und die Möglichkeit, dass ich noch etwas zur &#8220;Krone am Rhein&#8221; sagen darf. Ich hänge einen kurzen Text an, den Sie dort einfügen können. Und herzlichen Dank für die Fotos, auch im Namen<br />
meiner Schwester.</p>
<p>Sie haben für den &#8220;Schatten des Goldes&#8221; und meine Heldin Lilo einen schönen Rahmen geboten: der Bericht von Frau Eder hat beides gut beschrieben. Wann immer Sie sich erneut der Mühe unterziehen möchten,Publikum zu sich einzuladen - ich komme gerne. Zum Beispiel, wenn es um<br />
meinem Roman &#8216;Primadonna&#8217; gehen würde, der im letzten Jahr als Taschenbuch erschienen ist. (Mehr darüber unter <a href="http://www.schreeb.com" rel="nofollow">www.schreeb.com</a>)</p>
<p>Hier ein paar Zeilen zu &#8216;Die Krone am Rhein&#8217;:</p>
<p>›Die Krone am Rhein‹ – der Titel ist schon der Inhalt: Es geht um das wunderschöne, weltberühmte Hotel ›Krone‹ in Assmannshausen, es geht um den Rhein, der so wichtig ist für Europa und die Weltgeschichte und es geht um den Rheingau, dieser von Gott gesegneten Landschaft. Der<br />
eigentliche Held dieses Romans ist die Zeit &#8230; In 41 Geschichten werden die letzten fünfhundert Jahre geschildert: Vom Jahre 1541 an (»Das Jahr<br />
1541nach der Geburt unsere Herrn war sehr heiß und sehr trocken, und der Rhein führte kaum Wasser.«) bis hin zu den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als man sich über den Konsumterror, die Atomrüstung,irregeleitete Studenten und das Baumsterben sorgte und den baldigen<br />
Weltuntergang voraus sah.<br />
In den mit leichter Hand geschriebenen Episoden begegnet der Leser den berühmten und weniger berühmten Gästen der ›Krone‹, ob sie nun inkognito kamen wie ›Sisi‹, die Kaiserin Elisabeth von Österreich, oder ›mit<br />
großem Bahnhof‹ wie Kaiser Wilhelm I. In der ›Krone‹ wurden große Künstlerfeste gefeiert und im stillen Kämmerlein verfasste Ferdinand Freiligrath sein revolutionäres ›Glaubensbekenntniß‹. Man erfährt auch<br />
von den Wirten des Hauses und dem Glück und Unglück des Personals.Schreeb mischt, wie man es von ihm gewohnt ist, Politisches mit Persönlichem und zeichnet so ein Portrait nicht nur des Hotels, sondern der ganzen Region.</p>
<p>Falls Sie auch zu &#8216;Primadonna&#8217; etwas einstellen wollen, lassen Sie es<br />
mich wissen. Es würde mir Freude machen.</p>
<p>Mit besten Grüßen<br />
Ihr<br />
Hans Dieter Schreeb</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

